Abschlussbericht KIRAS PROJEKT AQUS

Ausbildungs- und Qualitätsstandards für

SicherheitsdienstleisterInnen

Die Resilienz von Organisationen und Unternehmen der kritischen Infrastruktur hat für die Sicherheit von modernen Gesellschaften eine grundlegende Bedeutung. Daher wurden im Rahmen von EPCIP (European Program me for Critical Infrastructure Protection) auf europäischer Ebene und dem österreichischen Programm APCIP (Austrian Programme for Critical Infrastructure Protection) Masterpläne zum Schutz kritischer Infrastruktur erstellt. Hierin ist beschrieben, dass es Unternehmen und Organisationen der kritischen Infrastruktur obliegt in Zusammenarbeit mit Behörden für die eigene Sicherheit zu sorgen. In diesem Zusammenhang sind auch Tätigkeiten von privaten SicherheitsdienstleisterInnen für die kritische Infrastruktur am Prüfstand.

Der Begriff „SicherheitsdienstleisterIn“ erweckt den Eindruck, dass es sich hier um eine homogene Berufsgruppe handelt. Tatsächlich werden unter diesem Begriff folgende Tätigkeitsbereiche subsumiert:

1. SicherheitsdienstleisterInnen (Bewachungsgewerbe, aberauch In-House Sicherheits- dienstleisterInnen)

2. BeraterInnen im Risikomanagement, Business Continuity Management und Sicherheitsmanagement

3.BerufsdetektivInnen.

Zur Förderung verstärkter Kooperation zwischen Staat und Wirtschaft im Sicherheitsbereich sind Qualitäts- und Ausbildungsstandards hilfreich

.Den Ausbildungen für diese Tätigkeitsbereiche liegen bisher aber keine einheitlichen Ausbildungsstandards zugrunde. Ausreichende Qualitätskriterien zur Zertifizierung von SicherheitsdienstleisterInnen sind aus Branchensicht ebenfalls noch nicht systematisch vorhanden, obwohl einzelne Zertifizierungen, wie z. B. die Zertifizierung der Österreichischen Zertifizierungsstelle Sicherheitstechnik (ÖZS), angeboten werden. Zudem wird derzeit(Ende 2018)im Bereich der Cyber-Sicherheit an einem Bundesgesetz zur Umsetzung der EU NIS-Richtlinie gearbeitet. Darin ist die Normierung von Mindestsicherheitsstandards für BetreiberInnen kritischer Infrastrukturen vorgesehen.